AUFGEPASST: Skoda – alles, was Du wissen musst!

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Marke: Skoda
Logo: Grüner, gefederter Pfeil in silbernem Kreis
Gründer: Václav Laurin, Václav Klement
Gründung: 18. Dezember 1895
Hauptsitz: Mladá Boleslav, Tschechien
Tochterunternehmen: n.A.
Mitarbeiterzahl: 32.985 (Tschechien)
Website: www.skoda-auto.de

Die Erfolgsgeschichte von Skoda von der kleinen Fahrrad Reparaturwerkstatt in Böhmen hin zum milliardenschweren Autohersteller ist beachtlich. Nach einer über 100-jährigen Firmengeschichte darf der Autohersteller sich heute als nicht zu unterschätzende Konkurrenz für die ganz Großen unter den Autoherstellern bezeichnen, denn nicht nur in Deutschland erfreuen sich die Autos von Skoda durch ein hervorragendes Preis-/Werteverhältnis großer Beliebtheit. Einen echten Knaller verspricht Skoda mit einem völlig neuartigen E-Coupe für das Jahr 2021.

Woher stammt der Name Skoda?

Der Name Skoda geht auf den Namen Emil von Skoda, einem erfolgreichen Ingenieur und Unternehmer zurück.
Die Gründer Laurin & Klement schlossen sich aufgrund schwieriger wirtschaftlicher Zeiten Ende des ersten Weltkriegs mit dem Skoda Werk von Emil Skoda zusammen. Zu Anfang wurden die Fahrzeuge noch getrennt mit „L & K“ oder „Skoda“ beworben. Übrig blieb im Laufe der Zeit nur noch der Name Skoda.

Die Bedeutung des Skoda Logos

Das Skoda Logo entstand im Jahr 1895. Bis 1905 wurde noch unter dem Namen „Slavia“ gefertigt. Ein Rad mit innenliegenden Zitronenblättern und dem Schriftzug stellte damals das Logo dar. Das Markenemblem war an die slawische Nation angelehnt. Die Namen der Gründer Laurin und Klement waren oberhalb des Schriftzugs sichtbar. Von 1905 bis ins Jahr 1925 änderte sich das Firmenlogo dahingehen, dass nunmehr die Initialen „L& K“ groß innerhalb eines Lorbeerkranzes prangten. Das Logo hatte nunmehr kaum mehr Ähnlichkeit mit den Anfängen.

Erst ab dem Jahr 1926 wurde unter dem Namen Skoda gefertigt. Eine neue ovale Form des Emblems mit dem zentral innenliegenden Schriftzug Skoda war nunmehr das Markenzeichen. Dieses Logo sollte jedoch nur bis 1933 standhalten. Ab da kam der heutige, bekannte gefiederte Pfeil ins Spiel. Der Ursprung des grünen Pfeils ist bis heute nicht eindeutig geklärt. Es wird vermutet, dass die Idee hinter dem Logo ein Indianerkopf mit einem Federkopfschmuck ist. Der kreative Kopf hinter dem Logo soll der damalige Leiter eines Skoda Werks, Tomas Maglic, gewesen sein. Von 1990 bis heute wurde das Logo in dieser Grundform beibehalten und nur noch leicht modernisiert und Re Designt. Die Farbgebung änderte sich in grün. Das aktuelle Motto hinter dem Logo lautet “Angetrieben vom Erfindergeist. Clevere Ideen – seit 1895“.

Die Geschichte von Skoda

1895-1925: Vom Fahrradhersteller zum Autofabrikanten

Der 18.12.1895 war die Geburtsstunde von Skoda. Der Buchhändler Václav Klement und der Fahrradmechaniker Laurin gründeten ihr eigenes Unternehmen in der Stadt Mlada Bolesla, dem heutigen Tschechien.

Zu Beginn wurden Slavia Fahrräder produziert und instandgesetzt. Drei Jahre später folgten Fahrräder mit motorischer Unterstützung. Im Jahr 1898 wurde bereits außerhalb von Mlada Boleslav eine Fabrik errichtet. Ab 1899 folgte die Motorradproduktion, ab 1905 startete die Herstellung erster Automobile. Die Produktion lief gut und bereits im Jahr 1902 durfte das 2000 Motorrad die Fertigung verlassen. Die Motorräder von L& K waren beliebt und konnten im Jahr 1903 bei Autorennen 32 von 34 Rennen für sich beanspruchen.

Im Jahr 1901 stellte das Unternehmen auf der Autoausstellung in Wien ein Fahrzeug mit Zweizylindermotorisierung vor, worauf im Jahr 1905 die erste Produktion von Automobilen folgte. 1907 folgte die Abänderung von L & K in eine Aktiengesellschaft. Mit dem Aufkauf der Reichenberger Automobil Fabrik im Jahr 1912 entwickelte sich das Unternehmen zum größten Fahrzeughersteller in Österreich-Ungarn. Laurin & Klement weiteten ihre Produktion neben Motorräder und Autos auch auf Motoren, Nutzfahrzeuge, Busse, Straßenwalzen und Landwirtschaftsmaschinen aus.

Ein großer Markt für L & K war damals Russland. Knapp 40 % der hergestellten Fahrzeuge wurde nach Russland ausgeführt. Aber auch in andere Länder wie Japan oder Südamerika wurde exportiert. In den Zeiten des ersten Weltkriegs wurde der Produktionsschwerpunkt auf Rüstungsgüter umgestellt. Erst ab 1919 fokussierte man sich wieder auf die Autoherstellung. Neben dem Kleinwagen Typ T folgten auch große Sechszylinder-Otto-Motoren für die Mittelklasse.

Skoda von 1925-1945: Fusion mit dem Pilsener Skoda Werk

Am 27.06.1925 kam es zur Hochzeit mit den Pilsener Skoda-Werken von Emil von Skoda. Die nun produzierten Fahrzeuge wurden unter „Skoda Auto“, „Laurin & Klement – Skoda“ und später nur noch unter dem Namen „Skoda“ vertrieben. Die Autoproduktion rückte zusehends weiter in den Fokus des Unternehmens. Fahrräder und Motorräder wurden nicht mehr hergestellt. In den 1930er Jahren feierte Skoda mit dem Modell Popular großen Erfolg.

In der Zeit des zweiten Weltkriegs gehörte Skoda zum „deutschen Staatskonzern Reichwerke Hermann Göring“. Der Autohersteller war unter Druck geraten und musste auf die Herstellung von Kübel- und Geländewagen mit Allradantrieb ausweichen. Auch Einzelteile für BMW und Daimler-Benz wurden produziert. Nachdem die Werkshalle in Mlada Boleslav im Jahr 1945 durch einen Bombenangriff fast komplett zerstört wurde, übernahm die rote Armee die Organisation. Im Anschluss wurde die Marke verstaatlicht, musste sich demnach der neuen Planwirtschaft fügen wurde als Nationalunternehmen weitergeführt.

Skoda von 1945-1990: Erfolge und Niederlagen

Im Jahr 1947 wurde die Skoda LKW-Produktion ausgegliedert und von Acia, später von LIAZ unter dem Namen Skoda weiterbetrieben. Neue Modelle belebten in den 50ern den wachsenden Automobilmarkt. Im Jahr 1969 kam es durch einen Brand erneut zu einer großflächigen Zerstörung des Skoda Werks in Mlada Boleslav. Ab Mitte der 60er wurde die Pkw-Herstellung auf die Mittelklasse reduziert. Skoda Fahrzeuge waren auch in der DDR sehr beliebt. Knapp 10 % aller DDR Fahrzeuge waren ein Fahrzeug der Marke Skoda.

Im Jahr 1969 wollte der Autohersteller mit einer großen Limousine vom Typ 720 groß auffahren. Frontmotor, Automatikgetriebe und ABS symbolisierten technischen Fortschritt und ein zukunftsweisendes Fahrzeug. Leider blieb es nur beim Prototyp, da der tschechoslowakischen Führung das Modell Typ 720 zu modern erschien und die Produktion zu aufwendig war. Es sollte bis zum Jahr 1987 dauern, bis Skoda zu Modellen mit Frontmotor zurückkehrte.

Skoda seit 1990: Aufnahme in die VW-Gruppe

1990 begann die Privatisierung Skodas. Die tschechoslowakische Führung verkaufte im Dezember des Jahres die Marke an die Volkswagen AG. Somit fügte sich Skoda 1991 in die Volkswagen Familie ein. Im Jahr 1993 feierte Skoda mit dem Fabia und dem Octavia wieder große Erfolge und baute seinen Marktanteil in Westeuropa weiter aus. Aus Skoda automobil Ova a.s wurde 1998 die AG Skoda AUTA a.s. Zum damaligen Zeitpunkt wurden bereits über 400.000 Fahrzeuge in 70 Länder ausgeführt. Seit dem Jahr 2000 gehört Skoda komplett zum VW-Konzern.

Neben dem deutschen Markt ist Skoda auch auf dem russischen und ukrainischen Markt erfolgreich. Aber auch Fernost schätzt die attraktiven Modelle. In China lieferte Skoda beispielsweise im Jahr 2009 122.556 PKWs aus. Der Konzern unterstützt auch heute noch den Fahrradsport, unter anderem auch die Tour des France. Seit dem Jahr 2006 steigt der Konzern wieder vermehrt in das Fahrrad Geschäft ein. Die Fahrräder werden in Asien hergestellt und über Vertragshändler vertrieben.

Nach sehr guten Verkaufszahlen im Jahr 2009 kam es im Jahr 2010 zu einem Streit mit dem VW Konzern wegen der künftigen Ausrichtung. Skoda stellte innerhalb der eigenen VW Gruppe eine wachsende Konkurrenz dar, was nicht gern gesehen wurde. Im Jahr 2013 startete die dritte Generation der sehr gut angenommenen Modelle Octavia und Rapid Spaceback. Neben Deutschland und Russland war nach wie vor China einer der größten Märkte von Skoda. Das bisherige umsatzstärkste Jahr war das Jahr 2017. Mit über 1.200.500 ausgelieferten Fahrzeugen und 16,6 Milliarden Umsatz ist das Unternehmen weiter auf dem Weg nach oben.

Die Autos von Skoda

Skodas Kerngeschäft ist die Produktion von Mittelklassewagen. Aber auch Kleinwagen und Nutzfahrzeuge sind in der Skoda Modellpalette vertreten.

Neuwagen

Einen Neuwagen kannst Du bei einem Skoda Vertragspartner kaufen. Auch ein Import oder Reimport kann sich lohnen. Hier können Dir niedergelassene EU-Import Händler bei der Suche nach dem passenden Fahrzeug weiterhelfen.

Der Skoda-Konfigurator

Der Skoda Konfigurator hilft Dir in 7 Schritten zu Deinem Wunschauto.
Sobald Du Dein Traumauto konfiguriert hast, kannst Du die Fahrzeugdetails im Anschluss als PDF Dokument ausdrucken und bei Deinem lokalen Händler weiterführend über die Vertragsdetails beraten lassen.

Nach der Modell Auswahl kannst Du mit dem Skoda-Konfigurator folgende Kategorien personalisieren:

  • Motorisierung
  • Farbe und Felgen
  • Interieur
  • Sonderausstattung
  • Übersicht
  • Garantiewünsche

Gebrauchtwagen

Einen Skoda Gebrauchtwagen findest Du online in den bekannten Gebrauchtwagenbörsen wie mobile.de oder autoscout24.
Alternativ hilft Dir auch die Homepage des Autoherstellers Gebrauchtwagenbörse weiter.
Einen preislich attraktiven Gebrauchtwagen findest Du mit den Skoda Gebrauchtwagen Plus Fahrzeugen. Diese haben eine einjährige Mobilitätsgarantie und sind auf Mängel- und Fehler geprüft. Defekte oder stark verschließende Teile werden vor der Aufnahme in das Gebrauchtwagen Plus Programm ausgetauscht.

Beliebte Skoda-Modelle

Die übersichtliche Produktpalette von Skoda glänzt vor allem mit Kleinwagen und Mittelklassefahrzeugen. Wer es etwas größer mag, kommt mit dem Karoq SUV auf seine Kosten.

Skoda Karoq

Der Kompakt-SUV aus dem Hause Skoda ist der Karoq. Mit fast 4,40 Länge ist er nur zehn Zentimeter kürzer als sein Konkurrent der VW Tiguan, hat aber innen ein sehr gutes Platzangebot. Auch die über 430 Liter Beladungsvolumen können sich sehen lassen. Staufächer im Kofferraum und eine optional ausklappbare Anhängerkupplung runden das Angebot des kompakten Geländewagens ab. Der Karoq ist ab 31.290,- € zu haben.

Skoda Kodiaq

Der Kodiaq ist als Basis, Sport Line oder Kodiaq Scout erhältlich. Im Jahr 2019 kommt der Kodiaq RS und komplementiert die SUV Kodiaq Familie.
Hohe Scheinwerfer, feine Linien und ein dennoch strukturiertes und robustes Äußeres zeichnen den Kodiaq optisch aus. Mit den Interieur Serien Active, Ambition oder Style lässt sich der geländegängige SUV perfekt individualisieren.

Skoda Rapid

Bereits 1935 wurde der Rapid erstmals als Modellname verwendet. Das Platzwunder der Mittellasse ist als Kombi oder Limousine käuflich. Der Rapid besticht mit bis zu 550 l, mit umgeklappten Rücksitzen sogar 1490 Litern Ladevolumen. Der Preis beginnt bei 16.550,- €.

Skoda Octavia

Der Dauerbrenner von Skoda. Als Limousine oder Kombi macht der Octavia sowohl als schnittiges Geschäftsauto, als auch als Familienkutsche eine gute Figur.
Der neue Octavia bietet vier neue Infotainmentsystem und eine neuartige Digitalisierung des Innenraums. Die Interieur Serien Active, Ambition, Stylo der L & K lassen keine Wünsche offen. Serienmäßig hat der Octavia unter anderem Full LED Scheinwerfer, Leichtmetallfelgen, ein Soundsystem und einen hochglänzenden Frontgrill. Der Octavia kostet als Limousine ab 18.140 €.

Skoda Yeti

Von 2009 bis 2017 war der Yeti ein beim Publikum gern gesehener Gast. Der kompakte SUV war mit Front- oder Allradantrieb verfügbar und wahlweise als Diesel oder Benziner zu haben. Ein Start-Stopp-System und Bremsenergierückgewinnung wurden in der umweltfreundlichen GreenLine Version angeboten.
2009 durfte sich der Yeti letztmalig darüber freuen, in Tschechien zum Auto des Jahres gewählt zu werden. Ab dem Jahr 2017 wurde der Yeti vom Karoq abgelöst.

Wann kommt der neue Skoda?

Neue Coupes und der SUV Karoq in einer neuen Version sorgen für frischen Wind bei Skoda. Auch der Kleinstwagen Citigo kommt mit neuem Design daher und wertet die Modellreihe bis zum Jahr 2021 nochmals kräftig auf. Der Klassiker der Octavia G.Tec soll hingegangen serienmäßig aufgemotzt werden und die Modelle Rapid und Fabia künftig dank geringerem Spritverbrauch umweltfreundlicher werden. Mit neuen Plug-in-Hybrid Modellen wagt der Autohersteller den Anschluss an das künftig wegweisende Geschäft mit Fahrzeugen mit Elektroantrieb.Hier die Skoda Highlights der nächsten Jahre:

Skoda Fabia Facelift, Markteinführung Herbst 2018:
Ab 13.490,- € darf man stolzer Besitzer des schnittigen, kleinen Fabia Facelift mit neuer Frontgestaltung und einer neu designten Schürze werden. Wahlweise kann gegen Aufpreis auch die Kurvenlichtfunktion in den Hauptscheinwerfer integriert werden. Rückseitige Reflektoren und eine Lange Liste an möglichen Extras innen und außen lassen den Fabia Facelift in neuem Glanz erstrahlen.

Skoda Superb Facelift, Markteinführung Ende 2018:

Das alte Skoda Flaggschiff in neuem Design. Die starke Front bleibt, dafür wirkt die gesamte Fahrzeugstruktur künftig geschwungener und moderner. Der Antrieb des Superb Facelift ist dem des Passat GTE nachempfunden. 154 starke PS und ein 1,4 Liter-Turbovierzylinder dürfen sich wahrlich sehen lassen. Mit einem vermutlichen Preis ab 26.000,- € ist der Superb nach wie vor auch im Preis-/Leistungsverhältnis Top.

Skoda E-Coupé: Markteinführung 2021

Der neue Sportwagen als Elektrovariante. Die Coupes 110 und 130 dienten dem E-Coupe als Vorlage. Statt starkem Heckantrieb gibt’s von Skoda jetzt die Stromervariante. Keine Retrooptik, aber dafür eine Reichweite von bis zu 500 Kilometern verspricht der sportliche Flitzer zum Preis ab 30.000 €.

Weitere ausführliche Informationen über die Neuerscheinungen von Skoda findest auf Autobild.

Was kostet ein Skoda?

Der günstigste Skoda ist der Citigo mit einem Grundpreis ab 9.870,- €.
In der serienmäßigen Ausstattung ist der Superb V 6 mit einem Grundpreis von 45.000,- € das teuerste Modell und liegt hier preislich schon fast auf der Wellenlänge der gängigen Oberklassehersteller.
Der Superb Kombi in der gepanzerten Ausführung gilt mit 136.000,- als der teuerste Skoda mit Sonderausstattung.

Fazit

Die Skoda Modelle Citigo, Fabia, Rapid, Karoq, Octavia, Kodiaq und Superb bietet eine auf die wesentlich reduzierte Modellauswahl im Vergleich zur Konkurrenz. Aber Skoda hat einige Dauereisen im Feuer, die dem Hersteller erlauben, auch noch nach Jahren wachsende Umsatzzahlen zu schreiben und bei den Kunden der unterschiedlichsten Zielgruppen zu punkten. Mit dem neuen Superb möchte der Autohersteller einen neuen Weg einschlagen und ein Modell der Oberklasse mit vielen Features und Extras anbieten. Auch für die nächsten Jahre hat Skoda mit einem neuen Elektro Coupe Modell vorgesorgt und wird auch weiterhin die Konkurrenz nicht aus den Augen lassen.

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